Kapitel 8

Kapitel 8

Die Angst in unseren Herzen

Etwas großes steht bevor. Man kann förmlich spüren, wie die Bewohner vom Refugium Exil immer nervöser werden. Ein erneuter Angriff? Wurden weitere Nuklearsprengköpfe gefunden?

Was auch immer bevorsteht; das Chaos wird wieder ausbrechen und erneut Verwüstung über die Welt bringen. Ist es diesmal vielleicht endgültig? Oder werden wir auch dieses mal überleben und wieder aus der Asche Unschuldiger auferstehen?

[…]

Die Menschen verändern sich, sobald sie glauben, dass es bald vorbei ist.
Aber wo steht das Ich am Ende? Wo steht das Ich wenn es keine Hoffnung mehr gibt?
Die Wahrheit kommt ans Licht. Das wahre Ich. Die ungefärbte Realität.

[…]

Ich frage mich was ich tun würde, wenn ich wüsste, dass es kein Morgen mehr gibt.
Wenn es nach meinem Verlassen noch nicht mal mehr Menschen gibt, die sich an mich erinnern können.
Ist es dann noch von Bedeutung was Ich tue? Muss ich Konsequenzen fürchten, wenn Ich weiß, dass es die Menschheit bald nicht mehr geben wird? Wenn sich niemand an mich erinnert, wird sich auch niemand an meine Taten erinnern…

[…]

Diese Veränderungen und diese Angst davor verändert uns. Sie lässt uns von der Realität in eine, von unserer Angst geformte, Wirklichkeit fallen. Eine Wirklichkeit, in der unsere Taten gerechtfertigt sind.
Verlockend.

Sobald wir diese Angst einmal in unser Herz lassen, greift sie zu und lässt die Zweifel wachsen und gedeihen.
Von da an sind wir ihr Sklave.
Und das macht mir Angst.

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