Kapitel 5

Kapitel 5

Wofür kämpfen wir hier eigentlich? Jeder Tag könnte der letzte sein. Jeder neue Krieg unser Untergang. Was macht da schon ein weiterer Tag aus? Die Zweifel nagen an mir. Doch wenn Ich mir anschaue, wie wir aus Ruinen unser Refugium aufgebaut haben, glaube Ich an eine bessere Zukunft.
Manchmal.

[…]

Oft frage Ich mich, was wir hinterlassen werden. Auch wenn wir tiefe Narben in unseren Planeten schlagen; das was am Ende übrig bleibt, sind bloß Erinnerungen. Erinnerungen, die die Zeit überdauern und von einer dunklen Welt erzählen, in der die einzigen Lichtblitze von einem alles verschlingendem Sturm verfolgt werden.

[…]

Licht.
Schön und hoffnungsvoll in einem Moment, grell und blendend im anderen Moment.

[…]

Gestern verstarb einer unserer Späher. Er sagte im Sterbebett zu mir: „Bewahre den Frieden. Jeder Moment des  Friedens ist kostbar, weil er flüchtig ist. Nur eine kleine Hürde auf dem Pfade des Krieges. Bewahre den Frieden.“ Ich weiss nicht, ob ich das kann.

[…]

Es wird bald zu einem erneuten Angriff kommen. Diesmal werden wir die Aggressoren sein. Welches  opportunistische Motiv unsere Anführer wohl dafür ausgewählt haben? Diese Welt wird sich wohl nie ändern, sie wird versagen.

[…]

Das Licht blendet mich.

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