Kapitel 4

Kapitel 4

Kein Licht in Sicht

„Lass mich dir eine Geschichte erzählen“.
Ich hielt seine Hand und hörte ihm aufmerksam zu. Der Arzt hat ihm höchstens noch einen halben Tag gegeben. Er erzählte mir von seiner großen Liebe, der er bald ins stille Land folgen wird.

[…]

Ein letzter Atemzug und es ist vorbei. Der Arzt lässt den leblosen Körper in ein provisorisches Krematorium bringen.

[…]

Mit wachem Auge schaue Ich gen Norden, das Gewehr immer griffbereit. Die Geschichte des Mannes geht mir nicht aus dem Kopf.

Wo ist mein Erlöser, der der die Stille bringt?

Es hieß, man hat uns einst eine verheißungsvolle Zukunft versprochen und jetzt kann Ich nur auf Ruinen schauen. Ruinen die stetig wachsen, weil immer ein Grund gefunden wird noch einmal auf den roten Knopf drücken zu können.

[…]

Gnade den Seelen die sich auf diese falschen Prophezeihungen eingelassen haben. Eine bessere Welt. Was ist das?  Eine Welt ohne Krieg? Eine Welt ohne Menschen?

Eine Welt in der Gedanken frei sind. In der uns nicht vorgeschrieben wird was wir sehen und was nicht. Ohne Führung und an die Wahrheit gebunden.

Kein Platz für mehr für Lügen.

[…]

Donnergrollen. Ein Gewitter hat es schon lange nicht mehr gegeben.

[…]

Nachtrag: 4 Tötungen; Verluste auf eigener Seite: 2.

Kein Licht in Sicht.

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