Kapitel 11

Kapitel 11

Der Tag, an dem das Ende begann

25.07.2153
Das ist der Tag, an dem alles angefangen hat. Der Tag vom Anfang vom Ende.
Heute ist der Jahrestag…
Heute gedenken wir dem Verlust unserer Menschlichkeit.

[…]

Unsere Menschlichkeit haben wir schon vor sehr langer Zeit verloren. Eigentlich wussten wir noch nie was
dieses Wort bedeutet; oder hat es einfach nur seine Bedeutung verloren?

Ich glaube nicht, dass das was uns ausmacht erst durch das Drücken des roten Knopfes ausgelöscht wurde.
Dies hat unser Schicksal nur besiegelt und beschleunigt.
Für die Menschheit ist kein Platz mehr auf diesem Planeten.

Nur will sie das nicht einsehen.

[…]

Unser Ego hat unseren Überlebenswillen vergiftet, ihn pervertiert.
Er lässt uns glauben, wir seien die Spitze der Evolution.
Dabei braucht man sich doch nur umzuschauen:

Wie Hyänen leben wir nur noch vom Aas unserer einst so glorreichen Zivilisation.
Streifen umher, auf der Suche nach etwas Verwertbarem. Sind nur noch auf das Überleben
fokussiert, nicht mehr auf das Leben.

Dabei war es unsere eigene Schuld, die uns zu diesem… Zustand getrieben hat.

[…]

Es ist schon fast ironisch, dass ausgerechnet die Hyäne als unser Wappentier gewählt wurde.
Die Anführer unseres Refugiums haben uns weißmachen wollen wir seien, wie die Hyänen, Überlebenskünstler.
Anpassungsfähig, in der Lage, selbst in unwirtlichen Gegenden zu überleben…

Das stimmt zwar, aber zu welchem Preis?

[…]

Ich kann den warmen Wind spüren, der unsere Flagge zum wehen bringt.

Heute ist der 25.07.
Der Tag, an dem das Ende beginnt.

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