Kapitel 1

Kapitel 1

Wie wir das Ende heraufbeschworen haben

25.07.2153
Der Tag an dem das Ende begann. Ich weiss nicht mehr wer an diesem Tag die erste Rakete startete. Nicht das es eine Rolle gespielt hätte. Es ist nun knapp fünf  Jahre her und der Krieg dauert immer noch an.

[…]

‚Krieg‘ ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür; vielmehr würde ich es schlicht den Kampf ums Überleben nennen, ein zielloses Dahinvegetieren.

[…]

So holten uns also die Geister der Vergangenheit ein.
Eine veraltete Technologie, deren Zerstörungskraft über alle Zweifel erhaben  ist. Mit dieser Technologie in unseren Händen, waren wir wie ein Kind mit einer Lupe über einem Ameisenhaufen. Nur das dieser Ameisenhaufen mit tausenden von  größeren Lupen zurückstrahlt.

[…]

Habt ihr jemals einen Atompilz gesehen? Eine gewaltige Ansammlung von heißem Staub, die Tod verheißt? Gleichzeitig majestätisch schön und dennoch furchteinflößend. Solch ein Anblick lässt einem die eigene Vergänglichkeit bewusst werden. Dann folgt der todbringende Sturm, dessen Ursprung eine willkürliche Gestalt ist, die auf einen unscheinbaren, roten Knopf drückt.
So viel Macht in nur einem einzigen Finger. Die Menschheit war noch nicht bereit dafür. Die Menschheit wird wohl nie dafür bereit sein.

[…]

Die Erde gleicht einem einzigen Schlachtfeld. Nachdem die ersten Atombomben gefallen waren, sind viele Gebiete unbewohnbar geworden. Die elektromagnetischen Impulse haben einen Großteil unserer Technologien  zunächst unbrauchbar gemacht. Demzufolge fielen die darauffolgenden Schlachten brutal und erbarmungslos aus. Der Kampf um Territorium und Ressourcen ging schnell voran und die Grenzen wurden Tag um Tag umstrukturiert. Heute weiß keiner mehr so genau, wem was gehört. Dennoch haben sich einige Gruppen zusammengefunden, die einen um sich am Kampf zu beteiligen, die anderen um sich gegenseitig das Überleben zu sichern, so auch wir:

Das Refugium Exil.

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